Was für eine Tour!

1.5.2013

2013 war für uns bisher wirklich ein tolles Jahr. Nette Menschen, schöne Musik und gutes Essen – was will man mehr? Auf unserer Frühjahrs-Tour quer durch Deutschland gab es wieder allerlei Neuentdeckungen und natürlich einige alte liebgewonnene Spielorte, die uns durch die Bank volle Häuser und dankbares Publikum bescherten.
Vielen Dank an alle, die uns so sehr unterstützen und es möglich machen, dass wir unsere Musik spielen dürfen!

Hier ein paar Auszüge aus den Zeitungsartikeln, die uns während der Tour verfolgt haben!

NWZ Brake am 20.04.2013

Von der Toskana aus in die ganze Welt

Tango, Klezmer, irische Traditionals: Diese Musiker können alles

Das Quartett VallesantaCorde musizierte vor gut 150 Zuhörern; die dankten mit „Standing Ovations“.  Bild: Claus Hock

BRAKE. „Balkan-Grooves“, Klezmer, irische Traditionals, Musik der Sinti und Roma, Tango und andere Ausflüge in die Weltmusik: Normalerweise würde man bei so einer Aufzählung mehrere Bands erwarten, aber VallesantaCorde vereinen all diese Stilrichtungen mühelos in einem Konzert. Vallesanta bedeutet „heiliges Tal“ und spielt auf die Wahlheimat der Musiker in der Toskana an, während Corde einfach Saiteninstrument bedeutet. Passend ist der Name, spielt doch selbst der Percussionist zwischendurch Mandoline.

Eingeleitet wird das Konzert durch eine kurze Begrüßung des Lions Club Präsidenten Gerd Munderloh, der vor allem den Einsatz von Jürgen Block lobt – ohne ihn wäre das Konzert von VallesantaCorde wohl nicht zustande gekommen. Die vier Musiker Hagen Hofmann (Gitarre),Andreas Petermann (Geige), Renate Titze (Kontrabass) und Andreas Bühler (Percussion) verpassen zwar ihr Stichwort, um auf die Bühne zu gehen, aber das bleibt auch der einzige Fehler des Abends.

Das Quartett besteht aus begeisterten und erfahrenen Musikern, das merkt man schon nach kurzer Zeit: Schnelle Taktwechsel meistern sie mit einer erstaunlichen Leichtigkeit. Selbst Stücke wie das syrische „Vagabondo“ fliegen förmlich von den Saiten und den zahllosen Percussion-Instrumenten.

Die Musiker spielen virtuos, wenn es die Musik verlangt, kreativ, wenn es das Arrangement von Hofmann zulässt, aber vor allem erstklassig. Gitarre, Percussion, Geige und Kontrabass harmonieren perfekt miteinander, scheinen sich manchmal gegenseitig zu jagen, mal gegenseitig zu unterbrechen und zu kontrastieren, nur um dann wieder zueinander zu finden.

Die Begeisterung und Virtuosität überträgt sich ohne Umwege. Gerade bei den Klezmerstücken wie „Ele Chamda Libi“ (Euer Herz möge tanzen) möchte man spontan aufspringen. Aber auch die türkischen Melodien, die Zigeunerballaden und die anderen Lieder aus allen Teilen der Welt lassen die gut 150 Zuhörer im Central-Theater nicht kalt. Mit jedem Lied wird der Applaus stärker. Die Stimmung ist fröhlich und entspannt. Nach zweieinhalb Stunden, mehreren Zugaben und „Standing Ovations“ geht der Abend zu Ende. Das begeisterte Publikum hätte liebend gerne noch stundenlang zugehört.

Mittelbayerische am 29.04.2013

Vier Vagabunden auf großer Reise

Das Quartett VallesantaCorde zeigte mit einem rasanten Auftritt, warum es mittlerweile zum festen Bestandteil des Literarischen Frühlings wurde.

Das Finale bei VallesantaCorde (v.l.): Geiger Andreas Petermann, Bassistin Renate Titze, Perkussionist Andreas Bühler und Gitarrist Hagen Hofman Foto: Pablo Heidenreich

Das Finale bei VallesantaCorde (v.l.): Geiger Andreas Petermann, Bassistin Renate Titze, Perkussionist Andreas Bühler und Gitarrist Hagen Hofman. Foto: Pablo Heidenreich

REGENSBURG. In den düsteren und grauen Winternächten entsteht das Programm des Quartetts VallesantaCorde. In dieser Jahreszeit gibt es wenig auf ihrem Bauernhof mit Musikschule in der Toskana zu tun, und so haben sie Zeit, um neue Stücke zu komponieren, daran zu feilen und einzuüben. Doch nach Winter klingen die vier ganz und gar nicht, und so passen ihre rasanten Balkanbeats sehr gut in das Programm von Dombrowskys Literarischem Frühling.

In den warmen Monaten geht das Quartett dann auf Tour, um Konzerte in ganz Deutschland zu geben. So brachte VallesantaCorde sein Programm mit in den kerzenbeleuchteten Saal des Leeren Beutels in Regensburg. Die vier Musiker, Andreas Petermann (Geige), Andi Bühler (Perkussion), Renate Titze (Kontrabass) und Hagen Hofmann (Gitarre), starten mit schnellem Klezmer und auch danach behalten sie ihr hohes Tempo bei. Andere Stücke hingegen sind vom irischen Folk inspiriert oder der Ursprung liegt in den Regionen des Balkans.

Einem ihrer Stücke verliehen die Musiker den Titel „Vagabondo“, weil das Quartett darin durch Takte wandert wie ein Reisender durch die Welt. Doch ließe sich das auch über die meisten anderen Stücke sagen, denn fast alle bewegen sich immer wieder zwischen langsam und rasant.

Viele Stücke werden zudem durch Soli von Petermann mit seiner Geige oder Bühler an den Percussion noch spektakulärer. Doch auch Hofmann trägt seinen Teil als individueller Musiker bei und beteiligt sich an dem Quartett durch Kompositionen. Renate Titze hält sich mit ihrem Kontrabass während der Stücke eher etwas zurück, doch in den kurzen Unterbrechungen unterhält sie den Zuhörer durch Anekdoten aus dem Bandleben. So erfahren die Anwesenden, dass sich die Frage auf die Musikrichtung von VallesantaCorde als „alles was uns als Musiker Spaß macht“ festlegen lässt.

Nach der Pause begann die Gruppe etwas ruhiger und spielte stimmungsvolle Balladen, die sehr gut in das Ambiente des Leeren Beutels passte. Schon wenige Lieder später wurde das Quartett wieder schwungvoller und steigerte sich im Tempo noch im Vergleich zu vor der Pause.

Die Vivaldi-Interpretationen der vier Instrumentalisten heizte die Stimmung im Saal an und hielt das hohe Niveau bis zum Ende, bis zum großen Finale, als VallesantaCorde gemeinsam auf dem Kontrabass musizierten. Das Publikum bewegte sich dabei teilweise so stark mit der Musik mit, dass die Bestuhlung fast überflüssig gewesen wäre.

Bald geht es weiter!

Natürlich müssen wir uns alle erstmal um unsere jeweiligen Aufgaben kümmern! Hagen gibt Kurse und vollendet sein neustes Gitarren-Lehrbuch, Andreas versucht Italien vor dem Untergang zu bewahren, Renate bestellt die Felder und bekocht die hungrigen Gäste und Andi steigert die Schwerhörigen-Rate in der Hauptstadt.

VallesantaCorde sind erst im Juli wieder komplett und dann geht es nach Passau zu den Europäischen Festspielen.