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Zwischenspiel in Süddeutschland

20.11.2013

Um mit dem Einzug der kälteren Tage nicht in Trübsinn zu verfallen, haben wir uns für zwei sehr schöne Konzerte in den herbstlichen Süden begeben. Zugegeben, es war der Süden Deutschlands, aber warm ist uns trotzdem geworden!

Hier gibt’s Einblick in Presse-Echo:

Südhessen Morgen am 09.11.2013

Musiker-Initiative: Band VallesantaCorde heizt im Alten Kino ein

Stillstehen fällt schwer

Lampertheim. Fast ausschließlich fröhliche Töne entspringen ihren Musikinstrumenten. Und deshalb wird die Musik der vierköpfigen Formation VallesantaCorde von den Besuchern im Lampertheimer Alten Kino der Gute-Laune-Musik zugeordnet. Stillstehen ist bei dieser feurigen Musik kaum möglich. Schon bald bewegen sich die Fans der Balkan-Musik im Rhythmus. Schließlich heißt ein Lied “Euer Herz muss tanzen”.

Ein türkisches Musikstück ist mit Flamenco-Rhythmen durchzogen. Die fahren den Zuschauern in die Beine. Jeder einzelne Instrumentalist ist ein Meister seines Fachs. Vor allem überzeugen die Tonkünstler mit Virtuosität und einem leuchtenden Klang. Nur wenige Balladen werden mit traurigen Tönen versetzt. Aber in der “Zigeunerballade” jammert Andreas Petermann mit seiner Geige. Beschrieben werden die Lebensgefühle der Menschen, von Mazedonien bis Irland.

Klassische Ausbildung

Auch ist die klassische Ausbildung der Musiker herauszuhören. Andreas Petermann wird als Geigenvirtuose gefeiert. Den hellen Klang stoppt ab und zu Bassistin Renate Titze mit tiefen Tönen und bringt dadurch eine kurze Unterbrechung in den unbeschwerten Verlauf des Musikstückes. Lässig dreht sie dann den Kontrabass um seine eigene Achse. Die muntere Truppe arrangiert die volkstümliche Musik neu, erklärt Gitarrist Hagen Hofmann. Auch er leistet Schwerstarbeit. Die grenzenlose Spielfreude und das große musikalische Können honorieren die rund 120 Besucher mit Jubel und anerkennenden Pfiffen.

“Allein Ihre Anreise verdient einen kräftigen Applaus”, bekräftigt Bernd Rasemann, der Projektbeauftragte der Musiker-Initiative Lampertheim (MIL). Denn eine Strecke Fahrt bedeute für die Musiker aus der Toskana 1000 Kilometer. Nur Percussionist Andreas Bühler ist aus Berlin angereist. Der musikalische Allrounder versetzt die Fans in Erstaunen. Zum Bedienen seines Drumsets holt er immer wieder neue Hilfsmittel hervor. Sogar eine Mandoline zaubert er aus seinem Instrumentenlager hervor.

“Für uns ist Lampertheim nicht neu”, erklärt Renate Titze. Die Gruppe habe vor sieben Jahren schon einmal in der Spargelstadt gespielt und im Tonstudio von Bernd Rasemann ihre zweite CD aufgenommen. Bei “Vagabondo” vereinen sich nun unterschiedliche Taktarten und beim Hören von “Lausbub” kann man diesen regelrecht herumspringen und Streiche aushecken sehen. Die Musiker reagieren sensibel aufeinander, bevor sie sich in einem temperamentvollen Schlussspiel zusammenfinden.

Lampertheimer Zeitung am 09.11.2013

Anreise hat sich gelohnt

MUSIKKULTUR Quartett „Vallesanta Corde“ begeistert Publikum mit stimmungsvollen Rhythmen

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Über 2 200 Kilometer waren sie gereist, nur um den Besuchern im „Alten Kino“ am Donnerstagabend ein musikalisches Programm der ganz besonderen Art zu bieten: Renate Titze (Kontrabass), Andreas Petermann (Geige), Hagen Hofmann (Gitarre) und Andreas Bühler (Percussion) kommen aus der Toskana und bilden gemeinsam das Quartett „Vallesanta Corde“, das im Rahmen von „Musikkultur im Alten Kino“ sein abwechslungsreiches Repertoire auch in Lampertheim präsentierte und bewies, dass sich die Reise auf jeden Fall gelohnt hatte.

„Allein schon für die lange Anreise haben die Musiker eigentlich bereits einen Applaus verdient“, betonte Bernd Rasemann von der Musiker-Initiative (MIL), als er die Gäste begrüßte. Gemeinsam mit Barbara Boll war er es auch gewesen, der überhaupt erst den Kontakt zu der Band hergestellt und den Auftritt der Band so im Vorfeld ermöglicht hatte.

„Balkan-Grooves, Klezmer und Tango Nuevo“ lautete es in der Ankündigung zur Veranstaltung – was es damit genau auf sich hatte, davon konnten sich die zahlreichen Besucher vor Ort ein Bild machen. Mit osteuropäischen Stücken, feuriger, emotionaler und traditioneller Musik begeisterten die vier Künstler die Gäste, von denen es zu den fetzigen Rhythmen und anspruchsvollen Instrumentaleinlagen kaum einen auf den Plätzen hielt.

Klezmer, tanzbare Polka-Rhythmen mit eingängigen Melodien, die mit aus Osteuropa stammenden speziellen Tonskalen gebildet werden, sorgten für eine lebhafte und fröhliche Atmosphäre, während Stücke des Tango Nuevo, eine anspruchsvolle und moderne Art des argentinischen Tangos, durch komplexe Kompositionen und melancholische Klangbilder eher zum Innehalten luden. Unter Balkan-Grooves fassten die Musiker wiederum Stücke mit besonders kraftvollen und traditionellen Elementen der Musik aus Bulgarien, Mazedonien oder Rumänien zusammen. Aber auch sogenannte „Zigeunerballaden“ oder türkische Stücke mit Flamenco-Elementen bereicherten das Programm, das die Besucher zum Tanzen animierte.

„Eigentlich ist uns Lampertheim ja durchaus bekannt, denn wir sind bereits vor sieben Jahren einmal hier aufgetreten und im damaligen Tonstudio von Bernd Rasemann haben wir auch unsere zweite CD eingespielt“, erklärte Titze, während sie die unterschiedlichen Stücke ankündigte.

Neben dem üblichen Repertoire wagten die Musiker allerdings auch Neues, so beispielsweise mit dem syrischen Lied „Vagabondo“, in dem sich entsprechend des Titels verschiedene Taktarten „herumtrieben“, so dass sowohl Musiker als auch Zuhörer gefordert waren.

Zur Begeisterung des Publikums trug unterdessen auch die Leichtigkeit bei, mit der jeder Einzelne des Quartetts sein jeweiliges Instrument zu beherrschen schien und so ernteten die Künstler schon mal Sonderapplaus, wenn ein Schlagzeug-Solo kurzerhand mit den bloßen Händen gespielt wurde. Die Lust und Begeisterung der Musiker, alles aus ihren Instrumenten herausholen zu wollen, schwappte auf die Besucher über, die den Auftritt daher mit großem Applaus belohnten.